31
PRESSEMITTEILUNG der Jungen Liberalen NRW
DÜSSELDORF. Zum Jahreswechsel fordern die Jungen Liberalen (JuLis) NRW ein Jahr der Bürgerrechte 2009. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der JuLis NRW, Marcel HAFKE:
“Onlinedurchsuchung, Telekom-Affäre, Vorratsdatenspeicherung, Daten-CDs mit persönlichen Informationen von Millionen Bundesbürgern oder die BKA-Novelle – das Jahr 2008 war voller Datenskandale. Soweit darf es nicht mehr kommen. Wir wollen keinen gläsernen Bürger. Deshalb fordern wir, das Jahr 2009 zum Jahr der Bürgerrechte zu erklären und Weichen für eine datensichere Zukunft zu stellen.”
Ob staatliche Überwachung oder privatwirtschaftlicher Handel mit Daten, beides wurde scharf von den JuLis NRW kritisiert. “Mit dem BKA-Gesetz wird nun jeder Bürger zunächst unter Generalverdacht gestellt. Wir brauchen keinen ausufernden Präventivstaat, wir haben bereits einen funktionierenden Rechtsstaat. Allerdings haben wir ein Vollzugsdefizit, das ist unser Problem. Dafür brauchen wir kein neues BKA-Gesetz, sondern mehr Personal, um alle Straftaten, zu verfolgen, mehr Mut, härtere Strafen zu verhängen und längere Strafen als bislang. Gegen Terrorismus und die blinde Wut einzelner kann man sich nicht durch eine BKA-Novelle schützen. Falsch ist zudem die Aufhebung des Zeugnisverweigerungsrechts bei Ärzten, Rechtsanwälten oder Journalisten. Vor allem in letzterer Branche wird die investigative R echerche erheblich gefährdet, da es noch schwieriger sein wird, einen Informanten zu bekommen”, so HAFKE.
Des Weiteren fordert HAFKE intensiv gegen den Datenklau und Datenhandel vorzugehen. “Vor allem müssen Unternehmen und auch Verwaltungen im Sicherheitsbereich aufrüsten und dafür Sorge tragen, dass Daten sicherer werden. Wenn der Staat Daten der Bürger braucht, muss er im Zweifel diese selbst erheben und vor allem sichern. Es darf keine Privatisierung persönlicher Daten geben. Aber auch der Bürger muss immer bedenken, sorgfältig mit seinen Daten umzugehen und diese nicht leichtfertig herauszugeben”.
“Die Bürger haben 2009 gute Chancen, ihre Stimme für mehr Bürgerrechte zu ergreifen. In NRW haben sie 2009 gleich drei Mal die Möglichkeit dazu. Bei der Europawahl, der Kommunalwahl und der Bundestagswahl sowie im Frühjahr 2010 bei der Landtagswahl. Denn es ist auch ein Bürgerrecht, zur Wahl zu gehen, und dies sollten viele Bürger auch tun”, so HAFKE abschließend.
Mit freundlichen Grüßen
Katrin Schmidt
